Unterschriftenaktion

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!

Unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Implantologie e. V. (DGI) erarbeiten zur Zeit 16 Fachgesellschaften und Verbände sogenannte ‚Leitlinien‘ zu vier wichtigen implantologischen Fragestellungen.

Wir lehnen die Erstellung solcher ‚Leitlinien‘ strikt ab!

Denn uns sollte allen klar sein, dass aus einer ‚Leitlinie‘ von den Versicherungen, der Politik und den Fachverbänden alsbald eine ‚Richtlinie‘ wird, die wir dann konsequent in unseren Praxen befolgen müssen. Schon vergessen? Bei einer Endodontie-Behandlung wurde uns z. B. Kofferdam bei jeder endodontischen Maßnahme (also auch z. B. bei Einlagenwechseln) zuerst als Leit- und kurze Zeit später als Richtlinie zunächst empfohlen und dann vorgeschrieben. Wenn man danach nicht Kofferdam, z. B. bei einer medikamentösen Einlage angelegt hatte, entsprach dies nicht einer offiziellen ‚State-of-the-art‘-Endodontie-Behandlung und die gesamte Endotherapie hätte von Seiten der Versicherungen und Patienten nicht honoriert werden müssen, da diese ja nicht den Richtlinien entsprochen hätte …

Zum Glück für den alltäglichen Ablauf in unseren Praxen, haben wir Zahnmediziner es geschafft, dass diese nicht-praxistaugliche Richtlinie wieder rückgängig gemacht bzw. aufgehoben wurde. Und wir haben daraus gelernt: Bitte auf keinem Gebiet der Zahnheilkunde ‚Leitlinien‘ mehr errichten, denn wir haben bereits jetzt genügend Anhaltspunkte und Behandlungskorridore zur Therapie!

Was wäre die Folge solcher ‚Leitlinien‘ in unseren Praxen? Sie werden unsere therapeutischen Freiheiten beschneiden und oder zumindest stark einengen! Die technische Aufrüstung und die dazu benötigte post-universitäre Ausbildung (mit DVT-Diagnostik, Implantologie-Navigation bei jedem Implantat-Patienten, Curriculum Ausbildung, überteuerte Materialien und Geräte, die man dann für die Erfüllung solcher Leit- und Richtlinien benötigt) würde dazu führen, dass wir ‚General-Zahnmediziner/innen‘ gar nicht mehr in unseren Praxen Implantologie ‚lege artis‘ durchführen könnten! Nur noch wenige ‚Spezialisten‘ wären – dann juristisch abgesichert – überhaupt in der Lage, ‚State-of-the-art‘-Implantologie durchzuführen und abzurechnen! Das ist, unserer Meinung nach, der Grund zur Erstellung solcher Leitlinien, die angeblich zum Wohle unserer Patienten sein sollen!?

Solche ‚Leitlinien‘ sollten zudem gar nicht von Industrie-beeinflussten Fachgesellschaften und Verbänden kreiert werden, die finanziell primär davon profitieren würden.

Außerdem: Aufgrund mangelnder wissenschaftlicher Evidenz von so vielen Therapiemöglichkeiten sind sog. ‚Leitlinien‘ für die Praxis erst gar nicht erstellbar! Sie sind somit nicht Patienten-freundlich, nicht innovativ und nicht-praxistauglich!

Wir bitten Sie: Machen Sie mit, schicken Sie den Link weiter, machen Sie Ihr Umfeld auf die Aktion aufmerksam, denn:

Jede Stimme zählt!

Die Stimmen werden wir zeitnah an die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlich Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF) und an die BZÄK übergeben. Helfen Sie bitte, dass wir als praktizierende Zahnmediziner/innen eindeutig Stellung beziehen und dass die Beschneidung bzw. Abschaffung unserer Therapiefreiheit nicht unkommentiert bleibt.

 

Wir fordern: Belasst uns unsere Therapiefreiheit in der Zahnmedizin!

Unterschriftenaktion


Hinweis zum Datenschutz:
Ihre Daten werden ausschließlich für diese Unterschriften-Aktion verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.

 

Es haben sich bereits
1781 Personen
an der Aktion beteiligt

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Ihr Team vom Verein innovativ-praktizierender Zahnmediziner e. V.